| Berlin |
| von: Horst Schreiber |
| Sie benötigen den aktuellen Flash Player um diesen Film sehen zu können. 145 mal gesehen InhaltEin Reisebericht aus der Hauptstadt Im September 2008 ging es für Horst Schreiber auf eine Städtetour nach Berlin. Als erstes besuchte er das Informations- und Dokumentationszentrum der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Hier informierte er sich in der Ausstellung "Staatssicherheit – Machtinstrument der SED-Diktatur" über die Tätigkeit des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Weiter ging es zum Paul-Löbe-Haus. Das Haus liegt nur einen Steinwurf vom Reichstagsgebäude entfernt und wurde nach dem letzten demokratischen Reichstagspräsidenten der Weimarer Republik und Alterspräsidenten des ersten Deutschen Bundestages Paul Löbe (SPD) benannt. Es gehört neben dem neuen Kanzleramt und dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus zum "Band des Bundes", das die beiden früher durch die Mauer getrennten Teile der Hauptstadt über die Spree hinweg verbindet. Nach so viel Politik gehörte natürlich auch eine kleine Verschnaufpause bei einer Schifffahrt auf der Spree zum Programm. Bei der herrlichen Fahrt durch das Herz Berlins sah man viel Neues von der Stadt und auch viel Bekanntes aus den letzten Tagen. Es bot tolle Ausblicke und war ein interessantes Erlebnis Berlin vom Wasser aus zu betrachten. Erst vom Schiff aus erkannte man die wahre Größe der Neubauten, die Berlin zu einer echten Metropole in Europa werden ließ. Nach dem Anlegen besuchte man die "Gedenkstätte Deutscher Widerstand". Sie ist ein Ort der Erinnerung, der politischen Bildungsarbeit, des aktiven Lernens, der Dokumentation und der Forschung. Hier informierte man sich bei einer sachkundigen Führung über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus, bei dem sich einzelne Menschen und Gruppen in den Jahren 1933 bis 1945 gegen die nationalsozialistische Diktatur gewehrt und ihre Handlungsspielräume genutzt haben. Natürlich gehörte auch der Deutsche Dom mit der Ausstellung "Wege - Irrwege - Umwege" zum Pflichtprogramm. Sie zeigt auf insgesamt fünf Etagen die historische Entwicklung des liberalen parlamentarischen Systems in Deutschland und widmet sich vorrangig jenen Epochen, in denen die wesentlichen Grundlagen für die politische Ordnung der Bundesrepublik Deutschland gelegt worden sind. Parlamentarische Entscheidungsprozesse und Konflikte werden ebenso nachgezeichnet wie Funktion und Arbeitsweise von Volksvertretungen. Zudem wird die Entstehung, Entwicklung und Arbeit der politischen Parteien in Deutschland dargestellt. Jetzt ging es zum Reichstag. Das Reichstagsgebäude ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages. Auch die Bundesversammlung tritt hier seit 1994 alle fünf Jahre zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten zusammen. Die nachträglich konzipierte Kuppel hat sich zur vielbesuchten Attraktion und zu einem Wahrzeichen Berlins entwickelt. Mit dem Fahrstuhl ging es zunächst auf das 24 Meter hoch gelegene, begehbare Dach. Die dort aufgelagerte Kuppel misst 38 Meter im Durchmesser, hat eine Höhe von 23,5 Meter und wiegt 1200 Tonnen. Obwohl gerade keine Plenarsitzung war, war es trotzdem ein sehenswerter Besuch. Ein weiterer Höhepunkt dieser Reise war der Besuch des Willy-Brandt-Hauses. Das Haus wurde 1996 eingeweiht und wurde nach dem ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) benannt. Das Willy-Brandt-Haus in Berlin-Kreuzberg ist viel mehr als nur die Parteizentrale der Sozialdemokratischen Partei Deutschland. Die lebendige Mischung aus Politik, Kunst, Kultur und Wirtschaft machen den ganz besonderen Reiz des Büro- und Veranstaltungshauses aus. Ohne Zweifel zählt das markante Gebäude zu den architektonischen Glanzlichtern der Hauptstadt. Zum Schluss besuchte man noch das Kleisthaus. Es ist der Dienstsitz der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Gleichzeitig existiert es seit März 2001 als Kulturort in Berlin-Mitte. Hier werden jährlich ca. 30 Kulturprojekte mit über 100 Terminen in den Sparten Film, Literatur, Musik und Bildende Kunst angeboten. Das Kleisthaus steht für ein breites Kulturangebot für Menschen mit und ohne Behinderung. Gleichzeitig ist es ein Ort der Begegnung. Es zeigt Einblicke in die Kultur anderer Länder und bezieht das Thema Behinderung dabei mit ein. Dabei ist es nicht der Ort, an dem Behindertenkunst für Behinderte gezeigt wird - vielmehr ist es ist ein Ort des Austauschs und der Kommunikation für alle Bürgerinnen und Bürger.
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