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EMC - Wanderung vom Olpketal zur Hohensyburg
von: Jürgen Winkelmann   

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Inhalt

Die Monatswanderung des TV Eintracht Bodelschwingh im April 2009

Unter dem Wanderführer Jürgen Olmer fürhrte die Wanderung vom Olpketal auf die Hohensyburg.

Der Bau der steinernen Syburg, oberhalb der Ruhr-Lenne-Mündung, wird auf das Jahr 1150 datiert, etwa gleichzeitig mit der jetzigen Kirche und weiteren Burgen entlang der Ruhr zur Grenzsicherung des Sachsenlandes. Die "Syburger Burg" diente besonders zur Sicherung des Ruhrübergangs bei Westhofen. Sie ist eine Höhenburg der Kölner Erzbischöfe  und steht im Zusammenhang mit dem Landesausbau im 12. Jahrhundert. Auf der Hohensyburg befindet sich der 26 Meter Hohe Vincketurm, ein achteckiger, neugotischer Aussichtsturm. Er wurde 1857 auf dem höchsten Punkt des Sybergs erbaut und zwar zu Ehren des ersten Oberpräsidenten der 1815 gebildeten preußischen Provinz Westfalen, Ludwig Freiherr von Vincke (1744 - 1844). Anlaß der Ehrung waren die großen Verdienste des Freiherrn um den Aufbau Westfalens nach der französischen Herrschaft. Durch seine Heirat mit Eleonore von Sieberg zum Busch wurde Ludwig von Vincke Eigentümer der mittelalterlichen Burgruine Hohensyburg. Heutiger Eigentümer ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Neben der Burgruine steht  auf dem 245 Meter hohen Syberg das Kaiser-Wilhem-Denkmal (erbaut von 1893 bis 1902) mit den Nebenstandsbildern von Otto von Bismarck und Graf von Moltke. Das Denkmal wurde als monumentale Dreiturmgruppe mit reichem neugotischen Bauschmuck nach einem Entwurf des Architekten Hubert Stier errichtet. Vor den Turmbauten standen vier Bronzestandbilder und das zentrale Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. Das waren Arbeiten der Stuttgarter Bildhauer Adolf und Karl von Donndorf. In den Jahren 1935-1936 wurde das Denkmal wegen angeblicher Baufälligkeit in stark vereinfachten Formen, die dem klassizistisch geprägten Baustil des Nationalsozialismus entsprachen, umgebaut. Infolge der Abtragung der flankierenden Turmbauten erhielten die ursprünglich vor diesen aufgestellten Standbilder Bismarcks und Moltkes ihren neuen Standort vor den seitlichen Nischen des Hauptturms. Die Standbilder Kaiser Friedrichs III, des Prinzen Friedrich Karl, die Bronzeadler und Eisernen Kreuze aus Sandstein wurden entfernt. Die Lebensdaten Kaiser Wilhelms I. wurden durch das Datum der Reichsgründung (18. Januar 1871) ersetzt.

Zurück ging es am Casino Hohensyburg vorbei zum "Mahnmal Bittermark". Das Mahnmal ist eine Gedenkstätte im Dortmunder Stadtbezirk Hombruch. Es wurde 1960 von dem Hagener Künstler Karel Niesrath und dem Dortmunder Architekten Will Schwarz im Auftrag der Stadt Dortmund geschaffen. Das Mahnmal in der Bittermark erinnert an die Grausamkeiten der Nazi-Diktatur, die kurz vor Kriegsende noch Kriegsgefangene und Widerstandskämpfer in der Bittermark und im Romberpark ermordete.


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